West Coast Choppers Dominator

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:2003-2010
Hubraum:1850 ccm
Leistung:105 PS
Ölmenge:3.8
Tankinhalt:15
Antrieb:Riemen
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

WCC Dominator

Ein langgestreckter Chopper mit Fokus auf Aerodynamik und aggressive Optik.

Die West Coast Choppers Dominator: Eine Ikone des Custom-Biking

Die West Coast Choppers (WCC) Dominator ist weit mehr als nur ein Motorrad; sie ist ein mechanisches Manifest der Outlaw-Kultur Südkaliforniens. Entworfen von Jesse James in der legendären Werkstatt in Long Beach, markiert die Dominator einen Wendepunkt in der Geschichte der Custom-Bikes. Während viele Chopper der frühen 2000er Jahre auf reine Optik setzten, verkörperte die Dominator eine aggressive, fast industrielle Ästhetik, die technisches Handwerk mit roher Gewalt kombinierte.
Historie und kultureller Einfluss
Die Geburtsstunde der Dominator liegt in der Ära von “Motorcycle Mania” und “Monster Garage”. Jesse James nutzte dieses Modell, um den Übergang von klassischen Choppern zu modernen, leistungsstarken Custom-Maschinen zu definieren. Berühmt wurde die Dominator vor allem durch prominente Besitzer und Medienauftritte. So ritt Jesse James eine kupferfarbene Version namens “Panamericana” während der Dreharbeiten zu Motorcycle Mania III mit Kid Rock. Auch Wrestling-Legenden wie Bill Goldberg und The Undertaker ließen sich individuelle Dominator-Modelle anfertigen, was den Ruf des Bikes als “Maschine für harte Kerle” zementierte. Ein weiteres Exemplar fand sogar seinen Weg in den Robert Rodriguez Film Grindhouse: Planet Terror.
Technische Finessen und Konstruktion
Das Herzstück jeder Dominator ist der Rahmen. Im Gegensatz zu Standardrahmen besteht der Dominator-Rahmen oft aus hochwertigem 304/308 Edelstahl oder robustem DOM-Stahl. Charakteristisch ist das radikale Design: Ein Hardtail-Chassis (starrgelegt, ohne Hinterradfederung) mit einem extremen Rake von oft 37 bis 40 Grad und einem deutlichen “Stretch” (Verlängerung nach oben und vorne). Dies verleiht dem Bike seine gestreckte, flache Silhouette.
Technisch setzt die Dominator auf brachiale V-Twin-Power. Häufig kamen Motoren von Herstellern wie S&S oder spezialisierte “Evo-Style”-Aggregate mit bis zu 131 Kubikzoll (über 2,1 Liter Hubraum) zum Einsatz. Die Kraftübertragung erfolgt meist über einen massiven, offenen Primärantrieb (Open Belt Drive) und ein 5- oder 6-Gang-Getriebe. Ein markantes Merkmal ist die Hinterradbereifung: Die Dominator wurde für Reifenbreiten von 200 mm bis hin zu gewaltigen 280 mm konstruiert, was ihr auf der Straße eine unverkennbare Präsenz verleiht.
Fazit für Sammler
Heute ist eine echte, im Shop von Jesse James gebaute Dominator ein seltenes Sammlerstück. Sie steht für eine Zeit, in der Custom-Bikes noch echte Handarbeit waren – weg von der Massenware, hin zu individuellem Metallbau. Jedes Detail, vom handgefertigten Öltank bis zur ikonischen “Iron Cross” Luftfilterabdeckung, erzählt die Geschichte einer Werkstatt, die die Motorradwelt nachhaltig verändert hat.
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