Walz Hardcore Cycles Dragster

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:1998-2015
Hubraum:1800 ccm
Leistung:110 PS
Ölmenge:4.0
Tankinhalt:12
Antrieb:Riemen
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Walz Hardcore Dragster

Marcus Walz erfand mit diesem Modell den Dragstyle-Cruiser.

Rahmen

Der tief ausgeschnittene Rahmen erlaubt eine extrem niedrige Sitzposition.

Technik

Einarmschwinge und ein 280er Hinterreifen sind Markenzeichen der Walz-Maschinen.

Walz Hardcore Cycles Dragster: Die Evolution des Drag-Style

Die Geschichte der Walz Hardcore Cycles Dragster ist untrennbar mit dem Namen Marcus Walz verbunden, der Ende der 1990er Jahre von Hockenheim aus die Gesetze des Custombikings neu schrieb. Während die USA damals von hochbeinigen Choppern dominiert wurden, etablierte Walz mit dem Modell „Destroyer“ den sogenannten Drag-Style. Diese radikale Designphilosophie rückte das Motorrad so nah wie möglich an den Asphalt und schuf eine Silhouette, die Kraft und Geschwindigkeit bereits im Stand suggerierte. Der Dragster war kein bloßes Fortbewegungsmittel, sondern eine Skulptur aus Stahl, Chrom und innovativer Ingenieurskunst, die Weltstars wie Brad Pitt und Kimi Räikkönen in ihren Bann zog.
Technische Meilensteine und Rahmengeometrie
Das Herzstück eines jeden echten Dragsters von Walz Hardcore Cycles (WHC) ist der eigens entwickelte Single-Downtube-Rahmen. Diese Konstruktion zeichnet sich durch ein massives Zentralrohr aus, das dem Bike seine charakteristische, flache Linie verleiht. Technisch gesehen setzt der Dragster auf extreme Geometrien: Ein Lenkkopfwinkel von oft 39 Grad gepaart mit einem signifikanten Stretch im Unterzug sorgt für den gestreckten Look.
In der Evolution der Technik markierte das Modell „Rampage“ den Zenit. Hier flossen Einflüsse aus der Formel 1 ein. Während frühe Modelle auf klassische V2-Aggregate von RevTech oder S&S mit 100 bis 124 Kubikzoll Hubraum setzten, nutzte die Rampage modernste Werkstoffe. Carbonfaser-Komponenten, die teilweise in denselben Fabriken wie Ferrari-Rennteile gefertigt wurden, drückten das Gewicht drastisch. Ein technisches Highlight vieler Dragster ist zudem die Einarmschwinge, die in Kombination mit einem 280er oder gar 300er Hinterreifen und einem versteckten Air-Ride-System arbeitet. Letzteres ermöglicht es, das Heck für Show-Zwecke bis auf den Rahmen abzusenken, während es für die Fahrt auf ein fahrbares Niveau angehoben wird.
Das Erbe einer Custom-Legende
Obwohl die ursprüngliche Manufaktur in ihrer damaligen Form heute Geschichte ist, bleiben die Dragster-Modelle die Goldstandard-Referenz für Performance-Custombikes. Die Kombination aus brachialen Drehmomenten, die über offene Belt-Drives (Primärantriebe) an das Hinterrad geleitet werden, und einer kompromisslosen „Clean-Look“-Ästhetik, bei der Kabel und Züge unsichtbar im Inneren des Rahmens verlaufen, macht diese Maschinen zu zeitlosen Sammlerstücken. Ein Walz Dragster steht heute symbolisch für eine Ära, in der deutsche Handwerkskunst die globale Heavy-Metal-Szene der Zweiräder anführte.
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