Triumph Rocket III Touring
Leider noch kein Bild.
Sei der erste!
| TECHNISCHE DETAILS | |
|---|---|
| Baujahr: | 2007-2017 |
| Hubraum: | 2294 ccm |
| Leistung: | 106 PS |
| Ölmenge: | 4.5 |
| Tankinhalt: | 22 |
| Antrieb: | Kardan |
| ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN | |
|---|---|
| Ventilspiel: | - |
| Zündkerzen: | - |
| Kettenspannung: | - |
WIKI & INFOS
Triumph Rocket III Touring
Ein Full-Size-Tourer mit dem gigantischen Dreizylinder.
Anpassung
Der Motor wurde auf ein noch höheres Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen abgestimmt.
Chassis
Ein eigener Rahmen mit schmalerem Hinterreifen für besseres Handling mit Gepäck.
Hubraum-Gigant auf großer Fahrt: Die Triumph Rocket III Touring
Wer an fette Meilenfresser denkt, dem schießen meistens die V2-Dampfer aus Milwaukee in den Kopf. Doch im Jahr 2004 stellten die britischen Ingenieure aus Hinckley die Cruiser-Welt komplett auf den Kopf. Sie bauten kein Bike, sie bauten ein Monument: die Triumph Rocket III. Ein paar Jahre später, pünktlich zum Modelljahr 2008, schob Triumph die „Touring“-Version hinterher – ein maßgeschneiderter Eisenhaufen für alle, denen der Horizont nicht weit genug entfernt sein konnte.
Die Historie: Vom Muscle-Bike zum sanften Riesen
Die Ur-Rocket war ein brachiales Muscle-Bike, das mit seinem fetten 240er-Hinterreifen eher für die Viertelmeile als für enge Kehren gebaut war. Für echte Langstrecken-Biker war das Konzept aber etwas zu ungestüm. Triumph reagierte und verpasste der Touring ab 2008 eine völlig eigene Identität.
Statt die normale Version nur mit Koffern zu behängen, konstruierten die Briten das Motorrad konsequent um. Der mächtige Brite bekam einen neuen, stabileren Doppelschleifenrahmen aus Stahl und verlor das aggressive Doppelscheinwerfer-Gesicht der Standard-Rocket zugunsten einer klassischen, großen Einzelleuchte. Gebaut wurde dieser sanfte Riese in dieser Form bis zum Euro-4-Aus im Jahr 2017.
Die Technik: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen
Das Herzstück dieses Reisedampfers ist und bleibt ein mechanisches Kunstwerk: der längs eingebaute Reihendreizylinder. Mit sage und schreibe 2.294 Kubikzentimetern Hubraum hält dieser Block bis heute den Rekord für den größten serienmäßigen Motorradmotor der Neuzeit.
Während die normale Rocket auf Spitzenleistung getrimmt war, ging es bei der Touring um pure, gelassene Kraft aus dem Drehzahlkeller. Triumph kappte die Spitzenleistung auf zahme, aber völlig ausreichende 106 PS. Dafür drückt das Triebwerk bereits bei lächerlichen 2.000 Umdrehungen pro Minute ein monumentales Drehmoment von 206 Newtonmetern auf den Asphalt.
Gekoppelt ist das Ganze an ein Fünfganggetriebe und einen massiven Kardanantrieb, der die Kraft absolut wartungsarm ans Hinterrad weiterleitet. Das Beste an der Touring-Technik war jedoch der Wechsel auf einen deutlich schmaleren 180er-Hinterreifen auf einer 16-Zoll-Felge. Zusammen mit einer veränderten Fahrwerksgeometrie und Kayaba-Federbeinen verwandelte dieser Kniff das fast 400 Kilo schwere Trumm in ein erstaunlich handliches Gefährt, das sich butterweich in die Kurven legen lässt.
Fazit für die Straße
Die Triumph Rocket III Touring ist kein Bike für die schnelle Hatz nach Feierabend. Sie ist eine rollende Burg für die ganz große Tour. Mit ihren serienmäßigen Hartschalenkoffern, den breiten Trittbrettern und dem gewaltigen Windschild bügelt sie jede Autobahn und jede Landstraße platt. Ein einzigartiges Stück Motorradgeschichte, das zeigt, dass echter Charakter manchmal eben drei Zylinder und mehr Hubraum als ein Kleinwagen braucht.
