Triumph Rocket III (Classic/Roadster)
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| TECHNISCHE DETAILS | |
|---|---|
| Baujahr: | 2004-2017 |
| Hubraum: | 2294 ccm |
| Leistung: | 148 PS |
| Ölmenge: | 4.5 |
| Tankinhalt: | 24 |
| Antrieb: | Kardan |
| ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN | |
|---|---|
| Ventilspiel: | - |
| Zündkerzen: | - |
| Kettenspannung: | - |
WIKI & INFOS
Triumph Rocket III
Die erste Generation des legendären Hubraummonsters.
Motor
Ein längs eingebauter Dreizylinder, der optisch den gesamten Rahmen ausfüllt.
Charakter
Mit einem 240er Hinterreifen setzte sie damals neue Maßstäbe für Cruiser-Optik.
Evolution
Die späteren Roadster-Modelle boten mehr Drehmoment und eine optimierte, aufrechtere Sitzposition.
Hubraum-Wahnsinn aus Hinckley: Die Triumph Rocket III Story
Wer Anfang der 2000er Jahre dachte, Cruiser müssten immer aus Milwaukee kommen und im V2-Takt blubbern, wurde von Triumph eiskalt erwischt. Die Briten wollten den amerikanischen Markt aufmischen und bauten ein Bike, das alle Dimensionen sprengte. Im Jahr 2004 rollte das Ur-Modell der Rocket III auf die Straße. Der Name war eine Hommage an die legendäre dreizylindrige BSA Rocket 3 aus den späten 1960ern. Doch mit dem Oldschool-Bike von damals hatte das neue Monster absolut nichts mehr zu tun. Hier ging es um schiere Masse und kompromisslose Muskeln.
Das Herzstück dieses Eisenhaufens ist ein technisches Kunstwerk: ein längs eingebauter Reihen-Dreizylinder mit unfassbaren 2.294 Kubikzentimetern Hubraum. Ein Auto-Motor im Zweirad-Chassis! Um die Knie des Fahrers zu schonen und das Bike schlank zu halten, durfte das Triebwerk nicht quer sitzen. Die Ingenieure konstruierten stattdessen einen massiven Längsläufer, der seine Urgewalt über einen wartungsarmen Kardanantrieb an die Walze im Heck schickt. Die ersten Versionen drückten bereits gut 140 PS und brutale 200 Newtonmeter Drehmoment auf den Asphalt – und das fast schon ab Standgas. Der fette 240er-Hinterreifen hatte alle Hände voll zu tun, die Kraft ohne schwarzen Strich auf die Straße zu bringen. Trotz über 360 Kilo Lebendgewicht überraschte der Koloss die Fachwelt mit einem Handling, das man der fetten Optik niemals zugetraut hätte.
Die Evolution ließ nicht lange auf sich warten. Weil die Amis noch mehr Cruiser-Feeling wollten, schob Triumph 2006 die Classic nach – mit Trittbrettern, breitem Lenker und fetten Chromtüten für entspanntes Gleiten. Doch das echte Highlight für Performance-Freaks kam 2010 mit der ungedrosselten Roadster. Triumph schmiss den Chrom über Bord, tunkte das Bike in düsteres Schwarz und drehte den Leistungshahn voll auf. Mit 148 PS und gigantischen 221 Newtonmetern war die Roadster ein echtes Streetfighter-Monster auf Steroiden. Die Fußrasten wanderten weiter nach hinten, was dem Fahrer eine deutlich aktivere, angriffslustigere Sitzposition bescherte. Bis zum Produktionsende dieser Hubraum-Generation im Jahr 2018 blieb die Rocket III eine absolute Ikone für Biker, die beim Ampelstart gerne die Arme langgezogen bekommen. Ein Meilenstein des Motorradbaus, der bewies: Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen.
