Triumph America

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:2001-2016
Hubraum:790-865 ccm
Leistung:61 PS
Ölmenge:3.5
Tankinhalt:19.3
Antrieb:Kette
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Triumph America

Der Einstiegscruiser auf Basis der Bonneville-Technik.

Entwicklung

Von 790 ccm (Vergaser) auf 865 ccm (Einspritzung) gewachsen.

Style

Ein klassischer englischer Cruiser mit weit ausgestellten Kotflügeln und Telegabel mit Chromkappen.

Gewicht

Vergleichsweise leicht und dadurch sehr handlich für Fahranfänger.

Die Triumph America stellt eine faszinierende Verschmelzung aus britischer Motorentradition und dem entspannten Lebensgefühl US-amerikanischer Highways dar. Als die Maschine 2002 auf den Markt kam, war sie weit mehr als nur eine modifizierte Bonneville; sie markierte Triumphs ernsthaften Vorstoß in das Cruiser-Segment.

Die Evolution der Technik

Das Herzstück der America war stets ein luftgekühlter Paralleltwin, der jedoch eine entscheidende Besonderheit aufwies: Im Gegensatz zum 360-Grad-Hubzapfenversatz der Standard-Bonneville nutzte die America einen 270-Grad-Hubzapfenversatz. Diese technische Änderung verlieh dem Motor eine völlig andere Charakteristik – einen unregelmäßigen, fast an einen V-Twin erinnernden Sound und eine sanftere, drehmomentorientierte Leistungsabgabe.
  • 2002–2006: Der ursprüngliche Motor verfügte über 790 ccm und klassische Vergaser.
  • 2007–2008: Der Hubraum wuchs auf 865 ccm an. Kurz darauf erfolgte der Wechsel von Vergasern zur elektronischen sequentiellen Kraftstoffeinspritzung (EFI), um strengere Emissionsnormen zu erfüllen.
  • Chassis: Mit einem verlängerten Radstand von rund 1.617 mm und einem flacheren Lenkkopfwinkel bot die America eine enorme Stabilität im Geradeauslauf.

Design und Historie

Historisch lehnt sich die America an die “Western-Triumphs” der 1960er Jahre an. Während japanische Cruiser oft als Kopien amerikanischer Vorbilder belächelt wurden, galt die Triumph America aufgrund der eigenen Markengeschichte stets als authentisch.
  • Sitzposition: Die extrem niedrige Sitzhöhe von nur ca. 690 mm und weit vorne platzierte Fußrasten (“Forward Controls”) definierten das ergonomische Cruiser-Konzept.
  • Optik: Markant waren die massiven Gabelverkleidungen, die tief heruntergezogenen Kotflügel und die breiten “Beach Bar”-Lenker.
  • Modellpflege: 2011 erhielt die Maschine ein optisches Update mit kleineren, breiteren 16-Zoll-Vorderrädern (zuvor 18 Zoll), was den bulligen Look verstärkte.

Tipp für Sammler: Besonders die späten Jahrgänge (bis zum Produktionsende 2016) gelten als sehr ausgereift. Die America LT (Light Touring) Variante bietet mit Windschild und Satteltaschen ab Werk den höchsten Reisekomfort.
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