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Suzuki Boulevard M109R2
Eine spezielle Design-Variante des Power-Cruisers.
Unterschiede
Verzicht auf die charakteristische Lampenmaske zugunsten eines freistehenden Scheinwerfers.
Technik
Mechanisch identisch mit der M109R (M 1800 R), bietet sie die gleiche brachiale Beschleunigung.
Die Suzuki Boulevard M109R2 stellt einen markanten Meilenstein in der Ära der modernen Muscle-Cruiser dar. Als Suzuki die M109R-Serie im Jahr 2006 einführte, war das Ziel klar: Die rohe Kraft eines Sportmotorrads mit der imposanten Statur eines Cruisers zu verschmelzen. Die Variante M109R2, die vor allem zwischen 2008 und 2009 die Bühne betrat, unterschied sich von der Standardversion primär durch ihre optische Aggressivität. Während das Basismodell eine charakteristische Scheinwerferverkleidung trug, präsentierte sich die R2 mit einem freistehenden, schlankeren Scheinwerferdesign, das den Blick direkt auf die massive Gabel und den gewaltigen Motor lenkte.
Technische Finesse im Detail
Das Herzstück dieses Kraftpakets ist der flüssigkeitsgekühlte 54-Grad-V-Twin-Motor mit einem Hubraum von 1.783 ccm. Technisch setzte Suzuki hier Maßstäbe, indem sie Technologien aus der GSX-R-Rennserie adaptierten. Besonders hervorzuheben sind die riesigen 112-mm-Kolben – zu ihrer Zeit die größten Aluminium-Schmiedekolben, die weltweit in einem Serien-Pkw oder Motorrad verbaut wurden. In Kombination mit dem Suzuki Dual Throttle Valve (SDTV) System sorgt dieser Motor für eine beispiellose Gasannahme und ein Drehmoment, das den Fahrer bereits bei niedrigen Drehzahlen mit enormem Druck nach vorne katapultiert.
Historische Einordnung und Erbe
Historisch betrachtet war die M109R2 Suzukis Antwort auf den wachsenden Markt der Performance-Cruiser, in dem sich Modelle wie die Harley-Davidson V-Rod oder die Kawasaki Mean Streak bewegten. In Europa unter dem Namen Intruder M1800R bekannt, erlangte die Maschine Kultstatus durch ihren charakteristischen 240 mm breiten Hinterreifen, der damals das breiteste Heck der Branche markierte. Obwohl die R2-Variante nur kurz produziert wurde, bleibt sie in der Historie als das puristischere Modell in Erinnerung, das die Brücke zwischen klassischem Cruiser-Design und moderner High-Tech-Leistung schlug. Heute gilt sie unter Sammlern als gesuchtes Modell, da sie die brachiale Kraft der M-Serie ohne den optischen Ballast der großen Scheinwerfermaske verkörpert.
Tipp: Achte beim Kauf einer gebrauchten M109R2 besonders auf den Zustand des Getriebes (2. Gang), da dies eine bekannte Schwachstelle früherer Modelljahre war.