Honda CM 400 T

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:1980-1983
Hubraum:395 ccm
Leistung:43 PS
Ölmenge:2.5
Tankinhalt:10
Antrieb:Kette
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Honda CM 400 T

Der klassische Softchopper der frühen 80er Jahre.

Motorik

Ein luftgekühlter Parallel-Twin mit 360-Grad-Zündfolge, der für seinen markanten Sound bekannt ist.

Sitzkomfort

Die extrem dick gepolsterte Stufensitzbank bietet erstklassigen Komfort für Fahrer und Sozius.

Die Honda CM 400 T: Ein Pionier des entspannten Fahrens

In der Motorradhistorie gibt es Maschinen, die keine Geschwindigkeitsrekorde brechen mussten, um Legenden zu werden. Die Honda CM 400 T (NC 01) ist genau so ein Fall. Eingeführt Ende der 1970er Jahre, markierte sie für Honda den mutigen Schritt weg vom rein funktionalen „Universal Japanese Motorcycle“ (UJM) hin zum Lifestyle-orientierten Softchopper. Während die technische Basis eng mit der sportlicheren CB 400 T verwandt war, zielte die CM-Serie direkt auf den US-Markt und dessen Sehnsucht nach „Easy Riding“.
Technische Raffinesse im Parallel-Twin
Das Herzstück der Maschine ist der luftgekühlte 395 ccm Parallel-Twin. Technisch war dieser Motor seiner Zeit voraus: Statt der üblichen zwei Ventile pro Zylinder spendierte Honda dem Triebwerk drei (zwei Einlass-, ein Auslassventil). Diese OHC-Konstruktion sorgte für eine bessere Füllung der Brennräume und eine Charakteristik, die besonders im mittleren Drehzahlbereich glänzte. Eine Besonderheit, die oft übersehen wird, ist die 360-Grad-Kurbelwelle in Kombination mit Ausgleichswellen. Diese minimierten die Vibrationen, die bei Parallel-Twins dieser Ära sonst oft für taube Finger sorgten.
Zwischen Tradition und Innovation
Ein interessantes Detail der Historie ist die Einführung der CDI-Zündung. Zu einer Zeit, als viele Wettbewerber noch auf mechanische Unterbrecherkontakte setzten, bot die Honda CM 400 T ein nahezu wartungsfreies Zündsystem. Das Fahrwerk mit seinem markanten 16-Zoll-Hinterrad und den ComStar-Verbundfelgen verlieh dem Motorrad nicht nur seine typische Chopper-Silhouette, sondern auch eine erstaunliche Agilität im Stadtverkehr.
Vom Alltagshelden zum Kultobjekt
Die CM 400 T war nie als Prestige-Objekt gedacht, sondern als zuverlässiger Begleiter. Ihre Robustheit ist fast schon sprichwörtlich; es ist nicht ungewöhnlich, Motoren zu finden, die trotz minimaler Pflege hohe Laufleistungen erreicht haben. In der modernen Custom-Szene erlebt die NC 01 derzeit einen zweiten Frühling. Dank des stabilen Rahmens und der einfachen Technik dient sie weltweit als gefragte Basis für Brat-Style-Umbauten und minimalistische Bobber. Sie bleibt ein Denkmal für eine Ära, in der Honda bewies, dass Komfort und Charakter Hand in Hand gehen können.
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