Brough Superior Golden Dream

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:1938-1939
Hubraum:996 ccm
Leistung:50 PS
Ölmenge:4.0
Tankinhalt:18
Antrieb:Welle
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Brough Superior Golden Dream

Ein Vierzylinder-Meisterwerk mit gegenläufigen Kurbelwellen.

Die Brough Superior Golden Dream: Eine Vision in Gold und Chrom
Die Brough Superior Golden Dream stellt den absoluten Höhepunkt der Ambitionen von George Brough dar. Im Jahr 1938 auf der Earl’s Court Show in London präsentiert, sollte dieses Modell das ultimative Motorrad werden – eine Maschine, die Luxus, Laufruhe und technische Innovation in einer Weise vereinte, die ihrer Zeit weit voraus war.
Revolutionäre Technik: Der H-Motor
Das Herzstück der Golden Dream war ihr außergewöhnliches Motorkonzept. Während die meisten Hochleistungsmaschinen jener Ära auf großvolumige V2-Motoren setzten, entschied sich George Brough zusammen mit den Ingenieuren „Ike“ Hatch und Freddie Dixon für einen H-Vierzylinder.
  • Aufbau: Der Motor bestand im Grunde aus zwei übereinander liegenden Boxermotoren mit insgesamt 998 cm³ Hubraum.
  • Mechanik: Die beiden Kurbelwellen waren über Zahnräder miteinander verbunden und drehten sich gegenläufig. Da alle vier Kolben gleichzeitig nach außen oder innen liefen, hoben sich die Massenkräfte nahezu perfekt auf.
  • Laufruhe: George Brough strebte eine vibrationsfreie Fahrt an, die dem Komfort einer Luxuslimousine glich. Er bezeichnete die Konstruktion treffend als „flat vertical“ Triebwerk.
  • Kraftübertragung: Im Gegensatz zu den üblichen Kettenantrieben verfügte die Golden Dream über einen modernen Wellenantrieb (Kardan) mit einem speziellen Schneckengetriebe an der Hinterachse.
Ein unvollendetes Erbe der Historie
Neben der Technik setzte die Golden Dream auch optische Maßstäbe. Sie war das erste Motorrad der Welt, das mit einem speziellen Metallic-Gold-Lack präsentiert wurde, was ihr den ikonischen Namen einbrachte. Das Fahrwerk nutzte die bewährte „Castle“-Gabel vorn und eine für Brough neue Geradwegfederung (Plunger) am Hinterrad.
Trotz des enormen öffentlichen Interesses und der geplanten Serienfertigung – der Preis war 1938 auf etwa 185 bis 195 Pfund angesetzt – verhinderte der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 die Produktion. Die Fabrik in Nottingham wurde für die Kriegsproduktion (u. a. für Rolls-Royce) umgerüstet, und nach 1945 kehrte Brough Superior nie wieder zur Motorradherstellung zurück.
Heute existieren weltweit nur noch eine Handvoll Prototypen dieser legendären Maschine. Ein Exemplar ist im British National Motorcycle Museum ausgestellt und erinnert an eine Ära, in der ein „goldener Traum“ fast die Straßen erobert hätte.
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