American IronHorse Tejas

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:2001-2005
Hubraum:1753-1820 ccm
Leistung:95-100 PS
Ölmenge:4.0
Tankinhalt:15
Antrieb:Riemen
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

American IronHorse Tejas

Ein puristischer Hardtail-Chopper für das ursprüngliche Fahrgefühl.

Die American IronHorse Tejas repräsentiert eine Ära, in der radikale Custom-Bikes direkt vom Fließband kamen. Zwischen 1995 und 2008 war American IronHorse (AIH) aus Fort Worth, Texas, einer der größten US-Hersteller für exklusive Chopper und Cruiser. Die Tejas nahm innerhalb der Modellpalette eine besondere Stellung ein: Sie war das puristische Gegenstück zum gefederten Pro-Street-Modell “Slammer”. Als klassisches Hardtail-Bike verzichtete sie komplett auf eine Hinterradfederung, was ihr eine extrem cleane Silhouette und ein unverfälschtes Fahrgefühl verlieh.
Technisch setzte AIH auf kompromisslose Leistung. Herzstück der Tejas waren luftgekühlte V-Twin-Motoren des renommierten Herstellers S&S Cycle. Während frühe Modelle oft mit dem 107 ci (1.750 ccm) Motor ausgestattet waren, gehörten später der 111 ci (1.820 ccm) oder optional sogar der gigantische 124 ci Motor zum Standard. Mit rund 110 PS und einem massiven Drehmoment von ca. 155 Nm bot die Maschine eine Performance, die weit über herkömmliche Cruiser hinausging. Kombiniert wurde die Kraft mit einem weich schaltenden 6-Gang-Getriebe, das über einen rechtsseitigen Antrieb (Right Side Drive) verfügte. Diese Bauweise erlaubte den Einsatz extrem breiter Hinterreifen, ohne die Balance des Motorrads zu beeinträchtigen. Meist kam ein imposanter 280er Metzeler-Reifen auf polierten Alufelgen zum Einsatz.
Historisch gesehen war die Tejas ein Kind des Chopper-Booms der frühen 2000er Jahre. AIH fertigte fast alle Komponenten – von den Rahmen über die Sitze bis hin zu den markanten 3D-Rädern – in der eigenen, über 20.000 Quadratmeter großen Fabrik. Die Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2008, bedingt durch die Finanzkrise und den sinkenden Markt für Luxus-Customs, machte die Tejas zu einem seltenen Sammlerstück. Heute wird sie von Liebhabern besonders für ihre kompromisslose Starrrahmen-Optik geschätzt, die den Geist des traditionellen Chopper-Baus mit moderner Fertigungspräzision vereint. Wer eine Tejas fährt, entscheidet sich bewusst für die „harte Tour“ – ein Bike ohne Filter, das mechanische Präsenz und texanische Kraft in Reinform verkörpert.
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