Excelsior Super X

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:1925-1931
Hubraum:750 ccm
Leistung:25 PS
Ölmenge:3.0
Tankinhalt:14
Antrieb:Kette
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Excelsior Super X

Der erste US-750er V-Twin, der die Klasse der Mittelgewichts-Cruiser begründete.

Konkurrenz

War der direkte Rivale der Indian Scout und der Harley-Davidson WL.

Die Excelsior Super X: Pioniergeist und technisches Erbe

Die Geschichte der Excelsior Super X ist eine Erzählung von Ingenieurskunst, die ihrer Zeit oft voraus war. Als das Modell 1925 in Chicago debütierte, markierte es einen Wendepunkt in der US-Motorradhistorie. Entwickelt von Arthur “Connie” Constantine – der zuvor bei Harley-Davidson tätig war – war die Super X die erste amerikanische Maschine mit einem 45-cubic-inch (750 ccm) V-Twin-Motor. Diese Hubraumklasse wurde so populär, dass die Konkurrenten Indian und Harley-Davidson gezwungen waren, eigene 45er-Modelle zu entwickeln, was zur Geburtsstunde einer der langlebigsten Klassen im Motorradsport führte.
Technische Meilensteine des Originals
Technisch setzte die Super X Maßstäbe durch ihre Unit-Construction-Bauweise. Anders als damals üblich, bildeten Motor und Getriebe eine geschlossene Einheit im selben Kurbelgehäuse. Dies sorgte für eine überragende Stabilität und eine effizientere Kraftübertragung via Schrägverzahnung direkt auf das Getriebe. Ein weiteres markantes Merkmal war die Leading-Link-Gabel (Kurzschwingengabel), die im Vergleich zu den damals verbreiteten Blattfedern ein deutlich verbessertes Ansprechverhalten bot. Ab 1929 wurde das Design durch den “Streamline”-Look modernisiert, bei dem ein tropfenförmiger Tank mit eingelassenen Instrumenten das Bild prägte – eine Innovation, die heute bei Cruisern Standard ist.
Die Ära der Wiederbelebung
Fast sieben Jahrzehnte nach dem abrupten Produktionsstopp durch Ignaz Schwinn im Jahr 1931, versuchten die Hanlon-Brüder in den 1990er Jahren eine ambitionierte Rückkehr. Die 1999er Excelsior-Henderson Super X war eine Hommage an das Original, technisch jedoch ein völlig neues Biest. Sie vertraute auf einen gewaltigen 1386 ccm (85 ci) luftgekühlten 50-Grad-V-Twin mit obenliegenden Nockenwellen (DOHC) und Vierventil-Technik – eine Seltenheit im damaligen Cruiser-Segment.
Trotz moderner Kraftstoffeinspritzung und eines massiven Rahmens blieb man den optischen Wurzeln treu: Die ikonische Gabel mit ihren freiliegenden Federn wurde als modernes “Leading-Link”-System neu interpretiert. Obwohl die moderne Super X durch ihre Stabilität und das nostalgische Flair überzeugte, führten hohe Produktionskosten und wirtschaftlicher Druck nach nur etwa 1.900 Einheiten zum Ende dieses Kapitels. Dennoch bleibt der Name “Super X” ein Synonym für den Mut, etablierte Standards herauszufordern.
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