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Indian Chieftain Limited
Ein Premium-Bagger mit glanzvollem Finish.
Besonderheit
Ein 19-Zoll Vorderrad und ein offener Fender betonen das große Vorderrad.
Komfort
Die Sitzbank ist für ganztägige Touren optimiert und bietet eine hervorragende Lendenwirbelstütze.
Die Indian Chieftain Limited ist kein gewöhnlicher Tourer – sie ist das moderne Gesicht einer Legende, die schon Anfang des 20. Jahrhunderts Staub auf den Highways aufwirbelte. Während die ursprüngliche Chief-Reihe bereits 1921 das Licht der Welt erblickte, katapultierte die „Limited“-Version das Konzept des amerikanischen Baggers Jahrzehnte später in eine neue Ära von Performance und Style.
Technik, die den Asphalt beben lässt
Das Herzstück dieses Eisenhaufens ist zweifellos der Thunderstroke-V-Twin. In den aktuellen Modellen hämmert der gewaltige 116-cubic-inch-Motor (ca. 1.890 ccm), der ein brachiales Drehmoment von bis zu 171 Nm direkt ans Hinterrad schickt. Das Besondere: Trotz modernster Einspritztechnik und Euro-5-Konformität behält der Motor optisch seine Wurzeln. Die parallel verlaufenden Stoßstangenrohre und die markanten Kühlrippen sind eine direkte Verbeugung vor den historischen Indian-Triebwerken der 1940er Jahre.
Fahrwerkstechnisch setzt die Limited auf Agilität. Im Gegensatz zur klassischen Chieftain mit dem tiefgezogenen Fender rollt die Limited auf einem markanten 19-Zoll-Vorderrad mit offenem Schutzblech. Das sieht nicht nur aggressiver aus, sondern macht das Handling in Kurven spürbar knackiger. Gepaart mit dem Ride Command System – einem der schnellsten Infotainment-Displays auf zwei Rädern – bietet sie modernen Komfort, ohne den rohen Biker-Spirit zu verlieren.
Ein Stück Geschichte im Rückspiegel
Die Historie von Indian ist eine Achterbahnfahrt aus Ruhm, technischer Genialität und Wiederauferstehung. Nachdem die Marke Mitte des letzten Jahrhunderts fast in der Versenkung verschwand, brachte die Übernahme durch Polaris im Jahr 2011 den entscheidenden Wendepunkt. Die Chieftain, eingeführt im Jahr 2013, war das erste Modell der neuen Ära mit einer fest montierten Verkleidung.
Die Limited-Variante erschien später als Antwort auf den Wunsch nach einem „Custom-Look“ direkt ab Werk: weniger Chrom, mehr Kontrast-Fräsungen und ein deutlich schlankeres Profil. Sie ist die perfekte Wahl für Rider, die den Heritage-Vibe einer 100-jährigen Marke suchen, aber beim Ampelstart und in Sachen High-Tech keine Kompromisse eingehen wollen.