Harley-Davidson Dyna Wide Glide

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:1993-2017
Hubraum:1340 ccm
Leistung:50 PS
Ölmenge:2.8
Tankinhalt:19.3
Antrieb:Riemen
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Harley-Davidson Dyna Wide Glide: Der Werks-Chopper im Detail

Chassis-Geometrie und Gabel-Spezifikationen

Das technische Hauptmerkmal der Wide Glide (FXDWG) ist die namensgebende weit ausgestellte Telegabel mit einem Durchmesser von 41 mm – ab 2006 sogar 49 mm. Der Lenkkopfwinkel ist mit 32 Grad flacher als bei anderen Dyna-Modellen – was zusammen mit dem 21-Zoll-Speichenrad vorne für einen stabilen Geradeauslauf sorgt. Die gummigelagerte Motoraufhängung im Dyna-Rahmen isoliert den Fahrer während der Fahrt von den Vibrationen des 1.340 ccm Evolution-Motors – lässt das Triebwerk im Leerlauf aber charakteristisch arbeiten.

Antrieb und Bremsanlage

Die Kraftübertragung erfolgt über ein Fünfgang-Getriebe – später Sechsgang – und einen verstärkten Zahnriemen. Die Bremsleistung wird durch eine Einzelscheibe vorne mit Vierkolben-Festsattel und eine Einzelscheibe hinten generiert. Ab 2012 wurde das System serienmäßig mit ABS ausgestattet. Der Radstand von 1.715 mm unterstreicht die Chopper-Silhouette. Die Kraftstoffversorgung wechselte im Laufe der Bauzeit von einem 40 mm Keihin-Vergaser zur elektronischen ESPFI-Einspritzung – was die Gasannahme und Kaltstarteigenschaften massiv verbesserte.

Die Harley-Davidson Dyna Wide Glide (FXDWG) ist mehr als nur ein Motorrad – sie ist ein Statement aus Stahl, Chrom und Attitüde. Wer diesen Factory-Chopper fährt, sucht nicht nach der schnellsten Rundenzeit, sondern nach dem ultimativen “Fists-in-the-Wind”-Gefühl.
Die Geschichte: Vom Garagen-Look zur Legende
Alles begann 1980, als Harley-Davidson den Mut hatte, den radikalen Custom-Look der 70er Jahre direkt ab Werk anzubieten. Die Wide Glide war der erste echte Chopper “von der Stange”. Ihr Markenzeichen: die weit auseinanderstehende Gabel (daher der Name), das schmale 21-Zoll-Speichenrad vorne und die legendäre “Flammen-Lackierung” auf dem Tank.
Nach einer kurzen Pause in den späten 80ern kehrte sie 1993 als Teil der neuen Dyna-Familie zurück. Der neue Rahmen mit den charakteristischen zwei Stoßdämpfern hinten bot eine stabilere Basis als die alten Shovelhead-Modelle, bewahrte aber den rohen Charme. Obwohl sie 2017 mit dem Ende der Dyna-Reihe offiziell in Rente ging, bleibt sie für viele Biker das Gesicht der Marke.
Die Technik: Mechanik zum Anfassen
Unter dem Tank schlug über die Jahrzehnte das Herz der Evolution. Die frühen 90er-Modelle setzten auf den unkaputtbaren 1340er Evolution-Motor (Evo), der für seinen kernigen Sound und seine Zuverlässigkeit geliebt wird. Um die Jahrtausendwende folgte der Twin Cam 88 (1450 ccm), der später auf den Twin Cam 96 (1584 ccm) und schließlich auf den massiven 103er (1690 ccm) anwuchs.
  • Chassis: Das Dyna-Fahrwerk zeichnet sich durch die gummigelagerte Motoraufhängung aus. Das sorgt für die typischen Vibrationen im Stand, die beim Gasgeben in ein sanftes Grollen übergehen.
  • Geometrie: Mit einem flachen Lenkkopfwinkel von bis zu 36 Grad und vorverlegten Fußrasten zwingt sie dich in eine lässige, fast schon liegende Sitzposition.
  • Antrieb: Während die frühen Modelle noch mit 5 Gängen auskommen mussten, brachte das 2006er Update das Cruise Drive 6-Gang-Getriebe, das entspanntes Cruisen auf der Autobahn ermöglicht.
Key-Feature: Das schmale 21-Zoll-Vorderrad kombiniert mit dem dicken 180er Schlappen hinten gibt ihr diesen unverwechselbaren, gestreckten Look, den kein anderes Serienbike so konsequent verkörpert.
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