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Harley-Davidson FXDX: Die sportlichste Dyna-Konfiguration
Einstellbares Performance-Fahrwerk
Die FXDX ist technisch die am besten ausgestattete Dyna ihrer Ära für dynamisches Fahren. Sie verfügt über eine voll einstellbare 39 mm Cartridge-Gabel vorne und zwei Premium-Federbeine hinten, bei denen Vorspannung, Zug- und Druckstufe justiert werden können. Dies ermöglicht eine für Harley-Verhältnisse extreme Schräglagenfreiheit von fast 34 Grad. Die Bremsanlage nutzt eine Doppelscheibe vorne mit Vierkolben-Festsätteln, was die sportlichen Ambitionen der Maschine unterstreicht.
Twin Cam 88 Antriebseinheit
Der 1.450 ccm V2-Motor ist gummigelagert im Rahmen verschraubt und leistet 67 PS. Mit 106 Nm Drehmoment bietet er einen kraftvollen Durchzug. Das Getriebe verfügt über fünf Gänge und leitet die Kraft über einen schmalen Zahnriemen weiter. Der Motor ist für einen aggressiven Look komplett geschwärzt. Die Gussräder und der flache Lenker sorgen für ein präzises Handling auf kurvigen Landstraßen.
Die Harley-Davidson FXDX Dyna Super Glide Sport ist heute so etwas wie der „Heilige Gral“ für alle, die eine Harley nicht nur zum Posen, sondern zum Ballern suchen. Als sie 1999 auf den Plan trat, war sie die Antwort auf die ewige Kritik, Harleys könnten nur geradeaus. Die Company nahm das bewährte Dyna-Chassis und verpasste ihm ein Fahrwerk-Upgrade, das selbst europäische Kurvenräuber aufhorchen ließ.
Technisch gesehen war das Herzstück der Twin Cam 88 Motor. Während der Rest der Welt auf Chrom setzte, kam die FXDX im düsteren „Blacked-out“ Look daher. Aber die wahre Magie saß in der Hardware: voll einstellbare Showa-Komponenten vorne und hinten. Das bedeutete, man konnte Druck- und Zugstufe sowie die Federvorspannung tatsächlich justieren – ein Luxus, den man bei Milwaukee-Eisen sonst vergeblich suchte. Zusammen mit der Doppelscheibenbremse an der Front und einer erhöhten Bodenfreiheit wurde aus dem gemütlichen Cruiser ein echtes Kurventier.
In der Historie markiert die FXDX den Höhepunkt der „Sport“-Ära bei den Big Twins. Bis 2005 gebaut, ist sie heute die ultimative Basis für den „Club Style“ – inspiriert von den Outlaw-Bikern der Westküste. Wer eine FXDX besitzt, gibt sie selten her. Sie ist die perfekte Symbiose aus dem rohen, ungeschliffenen Vibe der frühen 2000er und einer Performance, die modernen Dynas oder Softails oft in nichts nachsteht. Wer heute eine findet, die nicht total verbastelt ist, sollte zuschlagen: Mehr ehrliches Metall und Fahrspaß geht im Harley-Universum kaum.