Kawasaki EL 250 Eliminator

TECHNISCHE DETAILS
Baujahr:1988-1995
Hubraum:249 ccm
Leistung:27 PS
Ölmenge:1.5
Tankinhalt:11
Antrieb:Kette
ZUSÄTZLICHE WARTUNGSANGABEN
Ventilspiel:-
Zündkerzen:-
Kettenspannung:-

WIKI & INFOS

Kawasaki EL250 Eliminator: Die Technik des kleinen Dragsers

Hochdrehender Parallel-Twin

Im Gegensatz zu den V2-Konkurrenten nutzt die EL250 einen wassergekühlten Zweizylinder-Reihenmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC) und acht Ventilen. Der Motor ist ein Kurzhuber und erreicht seine Maximalleistung von 27 PS bei 12.500 U/min. Die Gemischaufbereitung erfolgt über zwei 28-mm-Keihin-Vergaser. Eine Ausgleichswelle im Kurbelgehäuse minimiert Vibrationen bei hohen Drehzahlen.

Leichtbau-Chassis und Kette

Das Fahrwerk besteht aus einem Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen. Die Hinterradführung übernimmt eine klassische Zweiarm-Schwinge mit zwei Federbeinen, die fünffach in der Vorspannung verstellbar sind. Die Bremsanlage ist mit einer Einzelscheibe vorne (250 mm) und einer Trommelbremse hinten (130 mm) ausgestattet. Das 15-Zoll-Hinterrad ist mit einem 140/90-Reifen bestückt, was für einen massiven Look sorgt. Der Sekundärantrieb erfolgt über eine 520er O-Ring-Kette. Mit einem Trockengewicht von nur 140 kg ist sie extrem handlich.
Die Kawasaki EL 250 Eliminator – oft liebevoll „Eltje“ genannt – ist ein echtes Phänomen in der Welt der Leichtkrafträder. Wer glaubt, hier nur ein braves Einsteiger-Bike vor sich zu haben, der irrt gewaltig. Der Clou steckt nämlich unter dem Tank: Kawasaki hat hier den Motor der sportlichen GPZ 250/Ninja 250 verbaut. Das bedeutet: Während die Optik entspannt nach Cruiser schreit, giert das Herz der Maschine nach Drehzahlen.
Technik: Wolf im Schafspelz
Das technische Highlight ist zweifellos der wassergekühlte Parallel-Twin. Im Gegensatz zu vielen anderen 250er-Cruisern, die auf gemütliche Einzylinder setzen, dreht die Eliminator munter bis in den fünfstelligen Bereich. Mit etwa 27 bis 33 PS (je nach Ländervariante und Baujahr) bietet sie genug Punch, um an der Ampel so manches größere Bike zu überraschen.
Das Fahrwerk ist klassisch simpel gehalten: Eine Telegabel vorn und zwei Federbeine hinten sorgen für den typischen Soft-Chopper-Look. Die Bremsanlage mit einer Scheibe vorn ist für das geringe Gewicht von rund 155 kg völlig ausreichend. Die extrem niedrige Sitzhöhe macht sie zudem zum Liebling für alle, die festen Boden unter den Füßen brauchen.
Historie: Die kleine Schwester der Legende
Eingeführt in den späten 80ern, sollte die EL 250 das Erbe der großen Eliminator-Modelle (wie der ZL 900) in die kleinere Hubraumklasse tragen. Das „Dragbike-Design“ war damals der letzte Schrei: flach, lang gestreckt und mit einem markanten Scheinwerfergehäuse.
In den 90ern wurde sie in Deutschland durch die EL 252 abgelöst, die technisch sehr ähnlich war, aber kleine Anpassungen an Abgasnormen und Optik mitbrachte. International genießt die 250er heute Kultstatus – vor allem in den USA und Japan gibt es eine riesige Fangemeinde, die die Unverwüstlichkeit des Motors schätzt.
Wer heute eine Eliminator fährt, besitzt ein Stück Kawasaki-Geschichte, das den Spagat zwischen gemütlichem Cruisen und sportlichem Kurvenräubern meistert wie kaum ein zweites Motorrad dieser Ära.
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